Sicherheit der Plattform

Allgemein

Übertragung, Aufzeichnung, Materialien und Zugangsschutz liegen alle in MyOwnConference. Ein Webinar zu halten heißt nicht, fremde Werkzeuge anzuflanschen, die Ihre Daten und die Privatsphäre Ihres Publikums aufs Spiel setzen. Technik und Sicherheit übernehmen wir.

Wie die Übertragung läuft

Senden Sie aus dem Browser, verlassen Ton und Bild Ihren Rechner auf zwei möglichen Wegen. Den passenden Weg bestimmen Ihr Netz und Ihre Hardware.

Voreingestellt ist WebRTC. Es trägt Ton und Bild über das Protokoll UDP mit geringer Verzögerung, und genau deshalb wirkt ein Webinar live statt zeitversetzt. Auf einer wackligen Verbindung oder auf einem schwachen Gerät ruckelt der Stream trotzdem und reißt kurz ab.

Der zweite Weg führt über unser Programm zum Herunterladen, gebaut für genau solche Bedingungen. Verschlüsselt sind beide Wege. Die Wahl geht nicht zwischen sicher und unsicher. Das Programm punktet woanders, bei der Zuverlässigkeit. Es arbeitet über TCP auf Port 443 statt über UDP. Deshalb kommt es durch Firmen-Firewalls und VPNs, die WebRTC rundweg sperren, und hält auf einer langsamen Leitung ein ruhigeres Bild. So oder so ist die Übertragung unterwegs verschlüsselt und erreicht nur zugelassene Teilnehmer. Wie Sie einen Raum darauf umstellen, zeigt die alternative Übertragungstechnologie. Was mit einer Sendung aus einem geschlossenen Netz von selbst geschieht, ohne Ihr Zutun, behandelt Senden aus einem Firmennetz.

Ein dritter Weg lässt den Browser ganz weg und schickt den Stream aus OBS Studio, und dazu gibt es Übertragung in den Webinar-Raum aus OBS Studio. Für diese Seite zählt daran ein Punkt. Jeder eingeladene Sprecher bekommt einen eigenen Stream-Code. Der Code ist kein Link, sondern ein Zugangsschlüssel, denn wer ihn hat, sendet als dieser Sprecher in Ihren Raum. In eine Chatnachricht, ein gemeinsames Dokument oder einen Screenshot gehört er deshalb nicht.

Eingebauter Schutz

Wie dicht ein Webinar zu ist, entscheiden Sie. Voreingestellt hat eine geplante Veranstaltung eine öffentliche Eingangsseite und einen allgemeinen Gast-Link. Wer diesen Link hat, meldet sich also an und kommt herein. Aktivieren Sie auf dem Reiter „Eingang“ ("Entry") die Option „Nur Login per Einladungslink“ ("Invitation link login only"), dann verschwinden beide. Es bleiben allein die persönlichen Einladungslinks. In beiden Fällen setzen Sie das Zeitfenster um die Veranstaltung, wodurch der Raum nicht zu beliebiger Stunde offensteht. Den geschlossenen Modus behandeln persönliche Zugangslinks.

Über alle ausgehenden Streams legt sich TLS, und das sichert Ihre Inhalte unterwegs. Hochgeladene Präsentationen, Videos und andere Dateien verschlüsseln wir ebenfalls, mit AES-128, damit sie bei uns nicht offen liegen.

Ein weitergereichter Link vergrößert den Raum nicht. Jeder per E-Mail Eingeladene bekommt einen Link, der an seiner eigenen Adresse hängt, und der trägt genau einen Platz. Geben Sie ihn weiter, sitzt der im Raum, der ihn zuletzt geöffnet hat, denn der zweite Eintritt kappt den ersten. Teilen verschiebt den Platz, statt einen dazuzulegen.

Läuft Ihr Webinar auf persönlichen Einladungslinks, kommt eine zweite Prüfung obendrauf. Die Plattform erkennt, dass da nicht der ursprüngliche Empfänger sitzt, und verlangt eine Bestätigung. Ein einmaliger Code geht an die Adresse der Einladung. Ein Fremder braucht dann den Link und dieses Postfach dazu.

Teilnehmer installieren nichts

MyOwnConference läuft im Browser. Der Webinar-Raum öffnet sich über Ihren Link in dem Browser, den Ihre Teilnehmer ohnehin benutzen. Einen Schritt zum Herunterladen muss niemand erklären.

Warum wir nicht in soziale Netzwerke weiterleiten

Die kurze Antwort lautet, soziale Netzwerke werten alles aus.

Anders als manche Dienste bieten wir keinen Weg, den ganzen Webinar-Raum direkt zu YouTube, Instagram und ähnlichen Seiten zu schieben. Das ist eine bewusste Produktentscheidung. Bei der Reichweite sind diese Plattformen stark, doch die Risiken sind echt, darunter fremder Zugriff und der Verlust der Kontrolle über eigene Inhalte.

Nach draußen senden können Sie trotzdem, etwa mit OBS Studio. Wägen Sie das sorgfältig ab, denn was diesen Weg nimmt, verlässt die geschützte Umgebung, die wir bieten.

Trotzdem ein größeres Publikum erreichen

Manche Veranstaltung braucht wirklich ein größeres Publikum, und dafür gibt es einen saubereren Weg. Legen Sie den YouTube-Live-Stream selbst an und teilen Sie seinen Link im Webinar-Raum. Wer zusehen darf, entscheiden Sie, der Zugangsschutz bleibt bei uns, und die Leute im Raum behalten alle Mittel der Plattform zum Austausch.

Bleibt eine Frage zur Sicherheit offen, die hier nicht vorkommt? Schreiben Sie in den Online-Chat, und wir beantworten sie.

Das Konto selbst schützen

Alles bisher Gesagte schützt das Webinar. Das Konto, von dem aus es läuft, ist eine eigene Sache, und dafür gibt das Control Panel ein zweites Schloss.

Öffnen Sie „Profil“ ("Profile") und wählen Sie den Reiter „2FA“. Der Schalter dort aktiviert die Zwei-Faktor-Authentifizierung, das Passwort allein genügt danach nicht mehr, und zusätzlich wird ein sechsstelliger Code aus einer Authenticator-App verlangt. Google Authenticator ist die App, die wir nennen, und jede andere nach demselben Standard tut es genauso.

Ein Umlegen des Schalters bringt einen QR-Code zum Vorschein, mit demselben Schlüssel darunter im Klartext, falls nichts zum Scannen da ist. Richten Sie die App auf den Code oder fügen Sie den Schlüssel von Hand ein, dann erzeugt die App eine sechsstellige Zahl, die sich jede halbe Minute ändert. Die gerade gültige tragen Sie in die sechs Felder im Panel ein.

Dieser letzte Schritt ist der entscheidende. Die Beschriftung neben dem Schalter steht schon in dem Moment auf „Aktiviert“ ("Enabled"), in dem Sie ihn umlegen, geschützt ist das Konto aber erst, wenn die sechs Ziffern angenommen wurden. Verlassen Sie die Seite vorher, bleibt nichts erhalten, und Sie kommen zu „Abschalten“ ("Disabled") und einem frischen Schlüssel zurück, der von vorn eingerichtet werden will.

Ersatzcodes zum Ausdrucken gibt es nicht, womit das Telefon mit der App der einzige Schlüssel ist, den Sie haben. Geht es verloren, führt der Weg zurück über uns. Ändern Sie zuerst das Kontopasswort, schreiben Sie dann an [email protected] mit einem Nachweis, dass das Konto Ihnen gehört, und wir schalten den zweiten Faktor ab, damit Sie ihn auf dem neuen Gerät neu einrichten können.

Das alles schützt den Kontoinhaber, also denjenigen, der sich mit E-Mail-Adresse und Passwort anmeldet. Wen Sie im Reiter „Benutzer“ ("Users") hinzufügen, erreicht die Plattform über einen Link, den Sie ihm geben, und bekommt nie ein Anmeldeformular zu sehen. Dort gibt es keinen zweiten Faktor hinzuzufügen.

Häufig gestellte Fragen

Voreingestellt ja, denn eine geplante Veranstaltung hat eine öffentliche Eingangsseite und einen allgemeinen Gast-Link. Wer diesen Link hat, meldet sich an und kommt herein. Aktivieren Sie auf dem Reiter „Eingang“ ("Entry") die Option „Nur Login per Einladungslink“ ("Invitation link login only"), dann verschwinden beide, und es bleiben allein die persönlichen Einladungslinks. Diesen geschlossenen Modus behandeln persönliche Zugangslinks.

Was passiert, wenn mein Stream-Code für OBS nach draußen gerät?

Wer ihn hat, sendet als dieser Sprecher in Ihren Raum, denn der Code ist kein Link, sondern ein Zugangsschlüssel. Jeder eingeladene Sprecher bekommt einen eigenen, halten Sie Ihren also fern von Chatnachrichten, gemeinsamen Dokumenten und Screenshots. Den Weg selbst behandelt Übertragung in den Webinar-Raum aus OBS Studio.

Ist unser Programm zum Herunterladen weniger sicher als der Browser?

Nein, verschlüsselt sind beide Wege, die Wahl geht also nicht zwischen sicher und unsicher. Das Programm punktet woanders, bei der Zuverlässigkeit, denn es arbeitet über TCP auf Port 443 statt über UDP. Deshalb kommt es durch Firmen-Firewalls und VPNs, die WebRTC rundweg sperren. Wie Sie einen Raum darauf umstellen, zeigt die alternative Übertragungstechnologie.

Sind meine hochgeladenen Folien geschützt oder nur der Live-Stream?

Geschützt ist beides. Über alle ausgehenden Streams legt sich TLS, und das sichert Ihre Inhalte unterwegs. Hochgeladene Präsentationen, Videos und andere Dateien verschlüsseln wir mit AES-128, damit sie bei uns nicht offen liegen.

Nein, dieser Link hängt an Ihrer Adresse und trägt einen Platz. Im Raum sitzt der, der ihn zuletzt geöffnet hat, denn der zweite Eintritt kappt den ersten. Teilen verschiebt den Platz also, statt einen dazuzulegen. Läuft die Veranstaltung auf persönlichen Einladungslinks, kommt eine zweite Prüfung obendrauf. Die Plattform erkennt, dass da nicht der ursprüngliche Empfänger sitzt, und schickt einen einmaligen Code an die Adresse der Einladung.

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